Ligurien

Ligurien ist eine Küstenregion in Nordwestitalien. Bereits im Römischen Reich wurde sie als Liguria bezeichnet. Im Mittelalter war Ligurien in mehrere Stadtstaaten aufgeteilt – der bekannteste ist die Republik Genua, die seit dem späten 14. Jahrhundert die ganze heutige Region auf sich vereinigen konnte. 1797–1815 gehörte das Gebiet zu Frankreich, anschließend zum Sardinien-Piemont, das 1861 im neugegründeten Königreich Italien aufging. Heute ist Ligurien durch den Tourismus (dank der Italienischen Riviera), sein Olivenöl (aus der Taggiasca-Olive) und seinen Wein bekannt. Das »Pesto alla genovese«, sowie die Ravioli sind sicher die berühmtesten Vertreter derligurischen Küche.

Die ligurische Küche ist durch die Nähe zum Mittelmeer, zu den Alpen und den Apenninen geprägt. Durch die Nähe Frankreichs kam es oft zum Austausch von Spezialitäten. Da Ligurien die kleinste Region Italiens ist, aber gleichzeitig die höchsteBevölkerungsdichte aufweist, gilt die Küche als sehr sparsam. Das Klima ist mild, aber durch die Meernähe feucht, so dass viele wildwachsende Pflanzen oft zu Füllungen in Teigtaschen aus Blätterteig (Tortelli) verarbeitet werden (Borretsch, Mangold, Spinat). Gemüsesorten werden mit Käse, Eiern, Pinienkernen, Pistazien usw. vermischt. Unter den Gewürzpflanzen dominiert Basilikum. Die bekannteste Zubereitung ist das Pesto alla genovese. Die Hafen- und Handelsstadt Genua förderte einen weltweiten Einfluss auf die ligurischen Küche.

Quelle: Wikipedia