Das Piemont ist neben der Toskana die qualitativ auffälligste Region Italiens. Nirgendwo sonst werden so viele DOCG-Weine erzeugt. Spannend ist die Konkurrenz zwischen den etablierten Anbauzonen, wie Barolo und Barbaresco, und den neuen DOCs, wie Langhe und Roero, die mit innovativem Weinbau eine Linie zwischen Tradition und Moderne gefunden haben. Die Lage des Piemont zwischen den Alpen im Norden und Westen und dem Apennin im Süden schaffen ein ausgeprägtes Kontinentalklima, d.h. lange, kalte Winter und heiße, relativ feuchte Sommer. Rebsorten wie Nebbiolo benötigen dafür bis Ende Oktober, um zu einer entsprechenden Reife zu kommen.
Die großen Weine des Piemont sind aus Nebbiolo und Barbera (Rot) und aus Cortese und Arneis (Weiß).
Nachdem die Preisspirale im Piemont wohl an der Höchstgrenze angekommen ist, zeichnet sich eine Entspannung, ja teilweise sogar eine moderate Senkung des Niveaus, ab. Junge Winzer kommen mit neuen Ideen und neuen Weinen zu neuen Preisen – eine Situation, die wir gerne weiter beobachten.

